Die Eiche

Die Eiche

An der Straßen große Weiche stand sie einst, die alte Eiche.

Allen Bürgern sehr bekannt.Friedenseiche wurde sie genannt

Hat in ihren hundert Jahren, viel erlebt und viel erfahren.

Gepflanzt einst zur Erinnerung, an einen Päpinghauser  Jung.

Er fiel im Deutsch-Französischen Gefecht als Erster.

Krieg ist schlecht.

 

Verkrüppelt, knorrig und sehr hart, das ist der Eichen Eigenart.

Das braucht sie auch zu ihrem  Streben,

sonst kann sie uns nicht überleben.

Mit Gülle, Teer und anderen Dreck,

haben wir gefüttert meist ihr Wurzelwerk;

und unsere blauen Auspuffgase, umwehten ihre Blätternase.

Kein Wunder, dass sie sagte:

“ Jetzt ist Schluss!“

Es kam dann auch was kommen muss.

 

Doch Die schönen Zeiten sind jetzt auch für sie vorbei,

als Kinder tollten in ihrem Schatten mit Geschrei.

Als Hochzeitkutschen unter ihrem Blattwerk drehten,

sich die Paare küssten, bevor sie sich vermählten.

Das Fläschen Bier nach dem Abendbrot,

genossen auf der Bank um ihren Stamm im Abendrot;

und auch das Schwätzen über die schöne Nachbarin,

bleibt auf ewig in ihrer Seele  drin. Sie sind zwar hart die alten Eichen

aber einmal müssen auch die harten weichen.

 

Nun steht hier jetzt ein neuer Baum, noch jung und zart und voller Traum.

Was wird er wohl in hundert Jahren, über uns, die wir ihn gepflanzt,

zu sagen haben?

Was wird ihm die Geschichte lehren,

über Krieg und Tod und sich vermehren. ?

Möge Erstes ihm nie zu Ohren kommen,

dann hätte die Menschheit endlich Vernunft angenommen.

 

Claudiro

März 2013